Startseite / Aktuelle Presseinformationen /
Presseinfo

Nr. 328: 24.08.2009 
Kooperationen Hauptschule - Berufsschule

Die Kooperation zwischen Haupt- und Berufsschule ist seit Jahren eine feste Größe in der Zusammenarbeit beider Schularten. Schon seit Beginn der Hauptschulinitiative sind Projektarbeit, Schnupperpraktika, Tutorensysteme beider Schularten sowie Schnittmengen in der Ausbildung der Lehrkräfte im Fokus der Anstrengungen. In den nächsten Jahren gilt es, die Zusammenarbeit zwischen den beiden Schularten noch besser zu vernetzen und neu zu koordinieren.

Ziel ist dabei, Schülerinnen und Schülern der Hauptschulen den Übergang in die Berufsschulen inhaltlich und organisatorisch zu erleichtern. Nachhaltig unterstützt werden soll die Initiative zusätzlich durch gemeinsame Ausbildungstage der Referendare beider Schularten mit dem Ziel, die jeweils andere Schulart mit ihrer Organisation und spezifischen Möglichkeiten kennenzulernen und dabei auch persönliche Kontakte aufzubauen.

Als Kooperationsprojekt ist insbesondere die Kooperative Wirtschaftsklasse in Weiden zu nennen:

Für Jugendliche ohne Ausbildungsverhältnis gibt es mittlerweile eine Reihe von beruflichen Vorbereitungsmaßnahmen, die aber leider sehr oft nur ?Warteschleifen? sind. Bei all diesen Maßnahmen wurden aber Jugendliche, welche die 9. Jahrgangstufe der Hauptschule zur Zeugnisverbesserung freiwillig nochmals besuchen, nie mit berücksichtigt. Das Beschulungsmodell ?kooperative Wirtschaftsklasse? richtet sich deshalb an die Jugendlichen, die im kaufmännischen Bereich keinen Ausbildungsplatz gefunden haben und deshalb zunächst freiwillig das 9. Hauptschuljahr wiederholen wollten, um den ?Qualifizierenden Hauptschulabschluss? nachzuholen.

In Zusammenarbeit mit der Pestalozzi-Hauptschule in Weiden wurde im Rahmen des Schulversuchs PROFIL 21 an der Europa-Berufsschule Weiden erstmals eine 2-jährige kooperative Wirtschaftsklasse eingerichtet. Das Modell der 2-jährigen kooperativen Wirtschaftsklasse verbindet das allgemein bildende Nachqualifizierungsbedürfnis (Quali) der Jugendlichen mit einer beruflichen Vorqualifikation in den Berufen Kaufmann im Einzelhandel bzw. Groß- und Außenhandel.

Die Vorteile dieses Modells sind vielfältig. Neben der Möglichkeit, nach zwei Jahren den qualifizierenden Hauptschulabschluss zu erwerben, erhalten die Jugendlichen ? in Abstimmung mit der IHK Regensburg ? die Berechtigung zur Teilnahme an der Zwischenprüfung Kaufmann/- frau im Einzelhandel bzw. Groß- und Außenhandel. Auch die Anerkennung der zwei Jahre als Ausbildungszeit eröffnet im Anschluss die Chance, eine um zwei Jahre verkürzte, 1-jährige duale Ausbildung zum Kaufmann/-frau im Einzelhandel bzw. Groß- und Außenhandel zu durchlaufen. Einblicke in die angestrebten Berufe erhalten die Schüler durch das begleitende Betriebspraktikum, welches zugleich die Aussichten auf eine 1-jährige Anschlussausbildung erhöht.

Die Jugendlichen haben also die Möglichkeit, innerhalb von drei Jahren den ?Qualifizierenden Hauptschulabschluss? nachzuholen und bei einer entsprechenden Arbeits-/Leistungseinstellung eine abgeschlossene Berufsausbildung als Kaufmann im Einzelhandel bzw. Groß- und Außenhandel zu absolvieren.

Druckversion


Pressestelle der Regierung der Oberpfalz
Briefanschrift: 93039 Regensburg, Dienstgebäude: Emmeramsplatz 8
Pressesprecher: Markus Roth (Telefon: 0941 5680-1105 oder -1195)
Vertreterin: Kathrin Kammermeier (Telefon: 0941 5680-1152)
Vertreter: Dr. Robert Feicht (Telefon: 0941 5680-1375)
Telefax: 0941 5680-1106
E-Mail: presse@reg-opf.bayern.de
Internet: www.regierung.oberpfalz.bayern.de

 
Unser Angebot

Stichwortsuche:


[zur erweiterten Suche]

Alphabetisch suchen:

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P, Q | R | S | T | U | V | W | X, Y, Z

© Regierung der Oberpfalz
93039 Regensburg
[Impressum]
[Datenschutzerklärung]