Nr. 479: 16.12.2008
Europa und Afrika zu Gast bei der Regierung der Oberpfalz
Regierungsvizepräsident Johann Peißl begrüßt im europäisch geschmückten Deutschordensaal die Partnerschulen der EuropaBerufsschule Weiden aus Tschechien, Kroatien, Rumänien, der Slowakei und aus Mosambik.
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 - Herr Regierungsvizepräsident Johann Peißl, Herr Ltd. RSchD Stöber, Herr Prälat Domkapitular J. Neumüller, Herr StD, W. Schütz, die Gäste aus den Partnerländern, Herr Fricker, Herr StD. Martin Krauß, Koordinator und Leiter des Projektes
Partnerschulen aus Trebic (Tschechien), Spisska Nova Ves (= Slowakei), Oroslavje (Kroatien), Temesvar (Rumänien) und Mosambik waren dieser Tage zu Gast in Regensburg. Im Rahmen des COMENIUS-Projektes arbeiten die Schulen zwei Jahre zusammen und erstellen gemeinsame Ausbildungsinhalte. Unter dem Projekttitel ?generation - e? werden die Auszubildenden in den Bereichen Photovoltaik und Umweltschutz ausgebildet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auch auf der interkulturellen Bildung der Jugendlichen, so StD Martin Krauß, Leiter und Organisator des EU-Projektes.
Regierungsvizepräsident Johann Peißl begrüßte die Pädagogen aus den verschiedenen Ländern. Dabei zeigte er den Teilnehmern die Struktur und Organisation des Regierungsbezirkes und der Bezirksregierung auf.
Prälat, Domkapitular Johann Neumüller freute sich, als Vertreter der Katholischen Kirche die Kolleginnen und Kollegen begrüßen zu dürfen.
Grund für die Teilnahme eines Vertreters der Katholischen Kirche ist der Patron des Programms der Europäischen Union, unter dessen Namen das Projekt läuft - Johann Amos Comenius. Comenius war nicht nur der wohl bekannteste Pädagoge und Bildungsreformer seiner Zeit, sondern auch Theologe Bischof.
Im ZENTRUM SEINES PROGRAMMS ("Alle alles ganz zu lehren") - und damit kann Comenius auch heute noch Vorbild sein - steht die FORDERUNG nach umfassender BILDUNG aller MENSCHEN, die nicht nur Wissen und Tugend umfasst, sondern auch und für Comenius ganz wesentlich die HINWENDUNG zu GOTT). Deshalb findet sich auch im bayerischen Berufsschulsystem im Fächerkanon das Fach Religionslehre.
Ltd. RSchD Wolfgang Stöber von der Regierung der Oberpfalz legte in seinem Referat das vielschichtige bayerische Schulsystem mit dem Schwerpunkt der beruflichen Bildung dar. Das duale berufliche Ausbildungssystem ist eine Besonderheit in Deutschland und einmalig in Europa und der Welt. Für die Kollegen aus Mosambik waren diese Informationen sehr wertvoll, weil sie als Multiplikatoren für die Einführung des beruflichen Schulwesens in ihrem Heimatland tätig sein werden.
StD Walter Schütz von der Regierung der Oberpfalz informierte das Gremium über die Tätigkeitsfelder der Regierungsreferenten sowie die Zusammenarbeit mit dem Kultusministerium und den Schulleitungen. Ziel aller Bemühungen seitens der Regierung ist immer die notwendigen Fortbildungen des Kollegiums zu garantieren, die wirtschaftlichen Herausforderungen in der Schulorganisation zu berücksichtigen und den Nachwuchs mit jungen Lehrkräften zu sichern.
Das besondere Augenmerk und die außerordentlichen Bemühungen im bayerischen Schulsystem für die lernschwachen Schüler zeigte Herr RSchR Stefan Fricker in seinem Referat auf. Mit dem Bild vom ?Haus der Förderschulen? unter dessen Dach nicht nur in sonderpädagogischen Einrichtungen, sondern auch ?mobil? in den Familien gezielt Jugendliche gefördert werden, stellte Herr Fricker die Konzepte für die Lernunterstützung dar.
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