Nr. 139: 08.07.2004
Volksschulorganisation im Bereich Cham und Kötzting
In einer gemeinsamen Rechtsverordnung haben die Regierung der Oberpfalz und die Regierung von Niederbayern organisatorische Veränderungen an Volksschulen im Landkreis Cham vorgenommen. So werden die Jahrgangstufen 5 und 6 aus dem Sprengel der Volksschule Cham (Teilhauptschule I) der Johann-Brunner-Volksschule Cham (Teilhauptschule II) zugeordnet.
Die Volksschule Cham (Teilhauptschule I) wird aufgelöst.
Die bisherige Johann-Brunner-Volksschule Cham (Teilhauptschule II) trägt künftig den Namen Johann-Brunner-Volksschule Cham (Hauptschule).
Weiter werden die Jahrgangsstufen 5 und 6 aus dem derzeitigen Sprengelgebiet der Volksschule Chammünster (Grundschule und Teilhauptschule I) zur Johann-Brunner-Volksschule Cham (künftig Hauptschule) umgesprengelt.
Die Jahrgangsstufen 5 und 6 aus dem Gebiet der Gemeinde Chamerau werden von der Volksschule Chamerau (Grundschule und Teilhauptschule I) - soweit die Gemeindeteile Bärndorf, Breitensteinmühle, Grüben, Haidstein, Lederdorn, Meinzing und Moos der Gemeinde Chamerau betroffen sind, zur Karl-Peter-Obermaier-Volksschule Kötzting (Hauptschule) und
- mit Ausnahme der in Nr. 1 genannten Gemeindeteile zur Johann-Brunner-Volksschule Cham (künftig Hauptschule)
umgesprengelt.
Die Jahrgangsstufen 5 und 6 aus dem Gebiet der Gemeinde Runding mit Ausnahme des Gemeindeteils Satzdorf werden von der Volksschule Runding (Wolfram-von-Eschenbach-Schule, Grundschule und Teilhauptschule I) zur Johann-Brunner-Volksschule Cham (künftig Hauptschule) umgesprengelt.
Die Volksschulen Chammünster, Chamerau und Runding bestehen als Grundschulen weiter.
Mit der Zusammenfassung der Volksschule Cham (Teilhauptschule I) und der Johann-Brunner-Volksschule Cham (Teilhauptschule II) zur neuen Johann-Brunner-Volksschule Cham (Hauptschule) soll eine Stärkung der Schulart Hauptschule in der Stadt Cham und Umgebung erreicht werden:
Die bisherige Aufspaltung der Hauptschule in Teilhauptschulen beeinträchtigte das in einzelnen Fächern spiralförmig aufgebaute Lehrplankonzept und ließ keinen Raum für stufenübergreifende Unterrichts- und Lernformen. Als fachliche und schulpädagogische Einheit kann die Johann-Brunner-Volksschule Cham nun ihrer Bestimmung als Vermittlerin einer grundlegenden Allgemeinbildung und als Hilfe zur Berufsfindung ohne Beeinträchtigung durch einen späteren Schulwechsel in der gleichen Schulart nachkommen. Der Besuch einer voll ausgebauten Hauptschule bietet den Kindern unter Würdigung der schulpädagogischen und fachlichen Gesichtspunkte die bestmögliche Ausbildung.
Anlass zur Umsprengelung der Jahrgangsstufen 5 und 6 von den Volksschulen Chammünster, Chamerau und Runding zur Johann-Brunner-Volksschule bzw. zur Karl-Peter-Obermaier-Volksschule Kötzting waren zurückgehende Schülerzahlen an den drei Teilhauptschulen. In den vergangenen zwei Jahren mussten bereits Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 von den Volksschulen Chammünster, Chamerau und Runding zur Volksschule Cham (Teilhauptschule I) bzw. zur Karl-Peter-Obermaier-Volksschule Kötzting zugewiesen werden. Auch in den kommenden sechs Schuljahren kann die Mindestklassenstärke (derzeit 15 Schüler) an den drei Teilhauptschulen aller Voraussicht nach nicht mehr erreicht werden.
Die durch die Fusion der beiden Teilhauptschulen im Stadtgebiet Cham auftretenden Synergieeffekte werden durch die Umsprengelung der Teilhauptschul-I-Bereiche der benachbarten Volksschulen Chammünster, Chamerau und Runding, die aufgrund der rückläufigen Schülerzahlen keine Zukunft haben, noch verstärkt.
Probleme bei der Schülerbeförderung und der Eingewöhnung der Schüler an den neuen Schulen sind nicht zu erkennen, zumal bereits die Jahrgangsstufen 7 bis 9 aus den bisherigen Sprengelgebieten der Volksschulen Chammünster, Chamerau und Runding die aufnehmenden Hauptschulen in Cham bzw. Kötzting besuchen.
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