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Presseinfo

Nr. 404: 05.12.2007 
Koordinierungsgruppe Autobahn Oberpfalz

Vorbereitungen zur Sicherung der Bundesautobahnen bei Wintereinbruch sind getroffen - Regierung der Oberpfalz rät zum rechtzeitigen Wechsel auf Winterbereifung - Geeignete Bereifung im Winter jetzt Pflicht

Auch in diesem Winter ist die Oberpfalz dank des Katastrophenschutz-Sonderplanes "Autobahn" auf besonders kritische Verkehrssituationen bei winterlichen Witterungsverhältnissen vorbereitet. Die 2002 durch das Bayerische Staatsministerium des Innern ins Leben gerufene "Koordinierungsgruppe Autobahn - Oberpfalz" hat bei ihrer diesjährigen Winterdienstbesprechung den Katastrophenschutz-Sonderplan aktualisiert und weiter verbessert.

Bereits seit dem vergangenen Jahr wird das gesamte Streckennetz der Bundesautobahnen (BAB) in der Oberpfalz durch den Katastrophenschutz-Sonderplan erfasst. Somit ist die Sicherheit auch an weniger gefährdeten Autobahnabschnitten gewährleistet.

Die "Koordinierungsgruppe Autobahn - Oberpfalz" ist zuständig für die Koordination aller Maßnahmen, die sich aus dem Katastrophenschutz-Sonderplan "Autobahn" ergeben. Der Plan umfasst zwei Maßnahmebündel: die Stauvermeidung und die Staubewältigung. Entscheidende Bedeutung kommt hierbei der frühzeitigen Kontaktaufnahme und Absprache zwischen der Regierung der Oberpfalz und dem Polizeipräsidium Niederbayern-Oberpfalz, sowie den Autobahndirektionen Süd- und Nordbayern zu. Die Oberpfalz befindet sich im Zuständigkeitsbereich beider Autobahndirektionen was zusätzlichen Abstimmungsbedarf auslöst. Eine besonders große Rolle spielen die präventiven Maßnahmen, vor allem die Verkehrsdurchsagen, die amtlichen Gefahrenmeldungen und die Warnhinweise per Rundfunk. Jeder Verkehrsteilnehmer sollte diese besonders beachten. Es können Geschwindigkeitsbegrenzungen sowie Überholverbote angeordnet werden, die es unbedingt zu befolgen gilt. Auch Sperrungen von einem Fahrstreifen durch Verkehrsbeeinflussungsanlagen sind teilweise vorgesehen, welche besonders wichtig für die Rettungsmaßnahmen sind; eventuelle Weiterfahrverbote für Lkw dienen der Verkehrssicherheit. Für den Ereignisfall sind Zugänge zu den Autobahnen außerhalb der Anschlussstellen zu erkunden, über welche die Verkehrsteilnehmer bei Bedarf durch die Hilfsorganisationen mit warmen Getränken und Decken versorgt werden können. Selbst Notunterkünfte stehen bei den Kreisverwaltungsbehörden zur Verfügung.

Bei einem Verkehrsunfall auf der BAB A 3 im Bereich Lupburg, Landkreis Neumarkt, Fahrtrichtung Nürnberg, am 24.01.2007, auf schneebedeckter, spiegelglatter Fahrbahn mit Vollsperrung und stundenlangem Stau bis 15 km Länge hat die Betreuung der Stauopfer durch das Landratsamt Neumarkt zusammen mit den Hilfsorganisationen hervorragend funktioniert.

Um einen reibungslosen Einsatzablauf sicherzustellen, arbeiten alle Beteiligten, wie Autobahndirektionen, Polizei, Feuerwehr, THW, Hilfsorganisationen (BRK, MHD, JUH und ASB), und bei Bedarf auch die Bundeswehr eng mit den örtlich zuständigen Kreisverwaltungsbehörden und der Regierung zusammen.

An dieser Stelle noch ein Appell: Nach Aussagen der Fachkräfte können Massenunfälle weitgehend vermieden werden, wenn alle Beteiligten mit Winter-, anstatt mit Sommerreifen unterwegs sind und eine angepasste Geschwindigkeit einhalten. Auf die seit 2006 geltende Neuregelung der Straßenverkehrsordnung zur angemessenen Anpassung von Kraftfahrzeugen an die Wetterverhältnisse einschließlich einer geeigneten Bereifung, wird in diesem Zusammenhang nochmals besonderes hingewiesen.

Wenn möglich sollten Verkehrsteilnehmer bei extremen winterlichen Straßenverhältnissen Autofahrten vermeiden; falls dies nicht möglich ist, sollte sich jeder auf die schlechten Witterungsverhältnisse vorbereiten und ausreichenden Treibstoff, warme Kleidung, Notverpflegung und eventuell Decken im Auto bereithalten.

Der Schwerlastverkehr wird gebeten, bei extremen winterlichen Witterungsbedingungen die linke Fahrspur unbedingt für Räum- und Streufahrzeuge frei zu halten.

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