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Presseinfo

Nr. 102: 03.06.2004 
Zuschuss für Industriepfad GeoPark Kaolinrevier

Für den Industriepfad im GeoPark Kaolinrevier Hirschau-Schnaittenbach wird ein Zuschuss bewilligt

Auf Grund der Ermächtigung des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie hat die Regierung der Oberpfalz dem GeoPark Kaolinrevier Hirschau-Schnaittenbach e.v. im Landkreis Amberg-Sulzbach aus Mitteln der EU-Gemeinschaftsinitiative INTERREG III A für den bayerisch-tschechischen Grenzraum für den Industriepfad im GeoPark Kaolinrevier Hirschau-Schnaittenbach als Projektförderung einen Zuschuss in Höhe von bis zu 50.000,-- Euro bewilligt. Die Zuwendung wird zweckgebunden zur Durchführung des genannten Vorhabens gewährt. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf 112.700,-- Euro.

Der GeoPark Kaolinrevier Hirschau-Schnaittenbach e.V. beabsichtigt, den GeoPark Kaolinrevier Hirschau-Schnaittenbach touristisch zu erschließen. Als 1. Abschnitt ist die Anlage eines ca. 5 km langen Industriepfades südlich der Kaolin-Abbaugebiete vorgesehen. Dabei sollen auf einem bestehenden Weg an zehn Standorten durch Infoständen mit Tafeln, einem Outdoor-Terminal und verschiedenen Anschauungs- und Versuchsobjekten Themen aus den Bereichen Geologie, Abbaumethoden einst und heute, Natur und Bergbau, Kultur- und Industrielandschaft sowie Renaturierung dargestellt und erläutert werden. Sämtliche Informationen werden in Deutsch, Englisch und Tschechisch verfasst. Zudem erfolgen Hinweise auf das tschechische Kaolinabbaugebiet bei Nova Role und auf das Zinnerzrevier im Kaiserwald/CZ mit den weiteren Projektpartnern Nadace Georgia Agricoly, Region Slavkosky Les (Agricola-Stifung Kaiserwald) und dem Bezirksmuseum Sokolov.

Das INTERREG III A-Programm ist Nachfolger der INTERREG I + II-Programme aus den 90er Jahren. Es ist Bestandteil des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Damit können in den bayerischen Grenzregionen gemeinsame Projekte und solche mit grenzüberschreitender Wirkung gefördert werden. Das Programm richtet sich in erster Linie an kommunale Gebietskörperschaften und andere öffentlich-rechtliche Träger. Alle geförderten Maßnahmen müssen mindestens mit 50 Prozent kofinanziert werden. Hierzu können Bundes-, Landes-, kommunale und auch private Mittel herangezogen werden. Das Programm läuft bis 2006. Für den bayerisch-tschechischen Grenzraum stehen auf bayerischer Seite insgesamt 65 Millionen Euro an EU-Mitteln zur Verfügung.

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