Pressemitteilung Nr.77/99

Regensburg, 17. Mai 1999 

Regierungspräsident a.D. Prof. Dr. Ernst Emmerig verstorben

Nach längerer, schwerer Krankheit ist der frühere Regierungspräsident der Oberpfalz, Prof. Dr. Ernst Emmerig, im 84. Lebensjahr verstorben. Prof. Dr. Emmerig stand vom 01.10.1962 bis 31.03.1981 an der Spitze der Oberpfälzer Bezirksregierung.

Regierungspräsident Alfons Metzger bezeichnete in einem kurzen Nachruf seinen Vorvorgänger im Amt als einen vielbeachteten und versierten Juristen, der es in den knapp 20 Jahren seiner Amtszeit als Regierungspräsident zu hohem Ansehen in der Oberpfalz brachte, wobei er mit seinen vielfältigen nebenamtlichen Tätigkeiten auch in den Jahren nach seiner Pensionierung immer für den Regierungsbezirk eintrat.

Die Vorfahren des geborenen Münchners Prof. Dr. Emmerig stammten aus Brennberg (Landkreis Regensburg) und aus Waldershof (Landkreis Tirschenreuth) . Er studierte Rechtswissenschaften und musste von 1939 bis 1946 Soldat in Frankreich, Rußland und Nordafrika und Kriegsgefangener in den USA sein. Von 1950 bis 1960 war im Bayerischen Innenministerium tätig. Ab 1978 war Dr. Emmerig auch Honorarprofessor für Verwaltungsrecht an der Universität Regensburg.

Nebenamtlich engagierte sich Prof. Dr. Emmerig von 1965 bis 1977 als Vorsitzender des Bezirksverbandes Niederbayern/Oberpfalz des Bayer. Roten Kreuzes und seit 1977 auch als dessen Ehrenvorsitzender. 1964 bis 1993 war er Vorsitzender des Bezirks Oberpfalz im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und von 1974 bis 1982 Vorsitzender des Vereins der Freunde der Universität Regensburg. Von 1981 bis 1990 leitete er als Vorstandsvorsitzender das Ostbayerische Technologie- Transfer-Institut (OTTI).

Zahlreiche Buchveröffentlichungen belegen sein wissenschaftliches und kulturhistorisches Wirken wie beispielsweise auch die Herausgabe des "Regensburger Almanach". Eine große Zahl von Auszeichnungen würdigen sein berufliches und nebenamtliches Wirken. Der Bayerische Verdienstorden (1965) und das Große Bundesverdienstkreuz (1981) gehören ebenso dazu wie die "Albertus-Magnus-Medaille" (1978) und der Kulturpreis (1984) der Stadt Regensburg.


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