| Pressemitteilung Nr. 243/02 |
Regensburg, 10. Dezember 2002
Zwei zusätzliche Leader-Plus-Projekte in der Oberpfalz
Die Genehmigungsschreiben für zwei Leader-Plus-Projekte in der Oberpfalz hat Regierungspräsident Dr. Wilhelm Weidinger heute (10.12.2002) an den Regensburger Landrat Herbert Mirberth und an Herrn Bürgermeister Hans Drexler, als Vertreter der AOVE aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach ausgehändigt. Damit kann's "losgehen" mit den beiden Projekten. Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Regensburger Vorwald – Jura hat als Schwerpunkt "Lokale Produkte und Dienstleistungen". Damit steht die Stärkung der Region aus der Region durch Besinnung auf eigene – regionale – Potenziale und ihre Inwertsetzung im Mittelpunkt. Das Motto "Lebensenergie vom Land" soll v.a. das Potential an nachwachsenden Rohstoffen, gesunden Lebensmitteln und die umfangreichen Möglichkeiten des Kräftesammelns in einer noch natürlichen Landschaft zum Ausdruck bringen. Eine Stadt-Land Partnerschaft mit der Stadt Regensburg ist insbesondere in den Bereichen regionale Produkte, heimische Energieträger und Naherholung geplant. Ansprechpartner: Elisabeth Sojer-Falter, Tel: 0941-4009402.
Das zweite Projekt ist die LAG Arbeitsgemeinschaft Obere Vils – Ehenbach (AOVE) mit dem Schwerpunkt "Natur und Kultur". Damit für die Zukunft im wahrsten Sinn des Wortes "Bewegungsspielraum" bleibt wurde das Leitbild "Vom Standort zum Bewegungsraum" bewusst offen gestaltet. Als lernende Region will die AOVE "in Bewegung bleiben", um sich – ausgehend von den vorhandenen Gegebenheiten – kontinuierlich und nachhaltig weiterzuentwickeln und auf aktuelle Anforderungen aktiv zu reagieren. Besondere Schwerpunkte liegen dabei auf der verstärkten Nutzung regenerativer Energien und der Inwertsetzung der ökologischen und kulturhistorischen Potentiale für sanfte Formen des "Nahtourismus". Ansprechpartner: Waltraud Lobenhofer, Tel.: 09664-952467.
Derzeit stehen zwölf weitere der insgesamt 45 bayerischen Lokalen Aktionsgruppen, die in den nächsten Jahren Zuschüsse aus der EU-Gemeinschaftsinitiative LEADER-Plus erhalten, fest. Wie Landwirtschaftsminister Josef Miller in München mitteilte, kamen im zweiten Auswahlverfahren von 20 Bewerbern drei schwäbische, zwei oberbayerische, zwei niederbayerische und zwei Oberpfälzer Aktionsgruppen sowie jeweils ein Zusammenschluss aus Unter-, Mittel- und Oberfranken zum Zug. Die Partnerschaften aus Bürgern, Kommunen, Vereinen und Verbänden hatten laut Miller überzeugende Konzepte für eine nachhaltige Entwicklung ihrer Regionen vorgelegt.
Mit der Entscheidung der neunköpfigen Jury aus Wissenschaftlern, Praktikern und Vertretern des federführenden Landwirtschaftsministeriums sowie des Umwelt- und des Wirtschaftsministeriums haben die Aktionsgruppen nun grünes Licht für konkrete Förderanträge. Sie sind bei den LEADER-Managern an den Bezirksregierungen einzureichen. Die acht Bewerber, die sich im zweiten Anlauf nicht durchsetzen konnten, dürfen mit überarbeiteten Entwicklungsplänen im dritten und letzten Auswahlverfahren Ende 2003 erneut mitmachen. In der ersten Wettbewerbsrunde im Mai waren bereits 28 Bewerber ausgewählt worden, so dass jetzt 40 der 45 Aktionsgruppen feststehen.
In der Gemeinschaftsinitiative LEADER-Plus für die Entwicklung der ländlichen Räume stehen bis 2006 rund 58 Millionen aus EU-Mitteln und nationale Gelder in gleicher Höhe zur Verfügung.