Pressemitteilung Nr. 128/02

Regensburg, 18. Juli 2002

Unterbringung von Aussiedlern und Asylbewerbern in der Oberpfalz
-Regierungspräsident Dr. Weidinger dankt Kommunen-

 

"Ein herzliches Dankeschön sage ich den Gemeinden, Städten und Landkreisen in der Oberpfalz, die in den letzten Jahren bereit waren, Mitmenschen aufzunehmen, die als Asylbewerber oder Aussiedler nach Deutschland und in die Oberpfalz gekommen sind. Diese rund 150 (von insgesamt 226) Städte und Gemeinden in der Oberpfalz haben trotz mancher Widerstände, Vorurteile und auch tatsächlicher Probleme Solidarität gezeigt. "Für eine staatliche Verwaltungsbehörde wie die Regierung der Oberpfalz kann sich nie die Frage stellen, ob alle Aussiedler und Asylbewerber zurecht nach Deutschland gekommen sind oder nicht," erklärte der Regierungspräsident. "Für uns muss stets im Vordergrund stehen, ankommende Menschen menschenwürdig mit Wohnraum zu versorgen. Wir wollen und können die Menschen nicht auf der Straße sitzen lassen und bedürfen zur Unterbringung des Wohlwollens der Landkreise, Städte und Gemeinden", betonte Dr. Weidinger verbunden mit einem nochmaligen "Dankeschön".

Aktuell (Stichtag 01.07.2002) werden in der Oberpfalz 2498 Asylbewerberplätze in 40 Gemeinschaftsunterkünften vorgehalten. 965 davon in den drei kreisfreien Städten und 1533 in allen sieben Landkreisen. Die "Unterbringungsdichte" pro 1000 Einwohner ist in den kreisfreien Städten mit 4.5 weit höher als in den Landkreisen (1.8), wobei sich dort eine Spanne von 0.9 bis 3.2 Asylbewerber auf 1000 Einwohner ergibt.

Ebenfalls zum Stichtag 01.07.2002 befinden sich in der Oberpfalz 2993 Spätaussiedlerplätze in 18 Übergangswohnheimen in den drei kreisfreien Städten und in fünf Landkreisen. In zwei Landkreisen gibt es keine Übergangswohnheime. Die drei kreisfreien Städte beherbergen 666 Aussiedler und die fünf Landkreise 2327. Auch hier sind die kreisfreien Städte im Schnitt stärker belastet; bei den Landkreisen schwankt die Zahl der Aussiedler von 1,4 (pro 1000 Einwohner) bis zu 8,2 Personen.

Innerhalb des letzten Jahres wurden in der Oberpfalz neue Unterkünfte für Aussiedler bzw. Asylbewerber geschaffen in Waldmünchen und Arnschwang im Landkreis Cham, in Eslarn und Waidhaus im Landkreis Neustadt a.d.Waldnaab und in Steinsberg im Landkreis Regensburg.

Derzeit beabsichtigt ist die Einrichtung von Unterkünften in Lauterhofen im Landkreis Neumarkt i.d.OPf. und in der Stadt Tirschenreuth. "Wir hoffen auch in diesen Orten auf die Einsicht und Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger", appellierte der Regierungspräsident. "Mit gutem Willen und ohne Vorurteile und Misstrauen müssten sich Einheimische und Ankommende eigentlich normal begegnen können, wie es in vielen Gemeinden der Oberpfalz schon gelungen ist. Aufgeheizte Stimmung hilft jedenfalls nicht weiter!"


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